15. April 2010
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Abgeordnete Axel Brammer und Renate Geuter wollen Änderung der irreführenden Bezeichnung: "Mischmeisterei"
Wildeshausen. Die Straßenmeistereien haben im letzten schweren Winter bewiesen, dass sie leistungsfähig sind. Das war die einhellige Meinung der Gesprächsrunde in der Autobahn- und Straßen- „Mischmeisterei“ Wildeshausen.
Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten (MdL) Renate Geuter und Axel Brammer hatten um das Gespräch mit Joachim Delfs, Leitender Baudirektor und Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) Oldenburg, gebeten. Mit dabei waren Bauamtsrat Horst Behrmann, Leiter der „Mischmeisterei“ in Wildeshausen und Alt-Landrat Hermann Bokelmann.
Das Land Niedersachsen hatte zum 1. Mai vorigen Jahres eine Umorganisation der Straßenmeistereien in ein System „Kleine Meisterei“ vorgenommen, das beim Winterdienst ihre Bewährungsprobe bestanden hat.
Das verdeutlichte Horst Behrmann mit zwei Zahlen: „Im Durchschnitt der vergangenen Jahre brauchten wir 1.500 to Salz. In diesem Winter waren es mit 4.200 to fast das dreifache. So verhält es sich auch mit den Überstunden des Personals.
MdL Geuter warnte vor erneuten Versuchen zur weiteren Umstrukturierung im Hinblick auf Privatisierung: „Das wird für das Land mittelfristig teuer werden: Wir müssen die Einsatzbereitschaft des Personals fördern und dürfen keine weitere Unruhe stiften.“
Joachim Delfs wies darauf hin, dass die Kosten der Beseitigung der Winterschäden die sonst erforderlichen normalen Unterhaltungsmaßnahmen erheblich überschreiten. Da der Bundesverkehrsminister eine Erhöhung der Mittel ankündigte, erwartet Renate Geuter das Gleiche auch vom Land Niedersachsen. Die Abgeordnete kritisierte, dass bei der Straßenunterhaltung leider immer an falscher Stelle gespart wurde, das räche sich jetzt. Die Experten bestätigten, dass die Schäden auf den Strecken, auf denen die Unterhaltung in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist,. besonders groß sind. .
Die NLStBV in Oldenburg betreut in den Landkreisen Ammenland, Oldenburg und Wesermarsch sowie in den Städten Delmenhorst und Oldenburg 1.500 Kilometer Bundes- Landes und Kreisstraßen sowie zusätzlich 300 km Autobahnen.
Verwunderung löste bei den Besuchern die Bezeichnung „Mischmeisterei“ aus. „Was wird hier denn gemischt“ fragte Axel Brammer. Sinnvoller und informativer sei doch die Bezeichnung „Autobahn- und Straßenmeisterei“. Die beiden Landtagsabgeordneten wollen sich beim Verkehrsminister dafür einsetzen, dass die Bezeichnung im Sinne der „Bürgerfreundlichkeit“ geändert wird.
Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten bei der Autobahn- und Straßenmeisterei in Wildeshausen; (von rechts) Horst Behrmann, Leiter der Meisterei, MdL Axel Brammer, Joachim Delfs, Chef der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg, MdL Renate Geuter und Altlandrat Hermann Bokelmann.
MobilitätNiedersachsen
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