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Persönliches

Kindheit

Axel Brammer wurde am 13. Juni 1955 zusammen mit seinem Zwillingsbruder Knut in Delmenhorst geboren, wo sie auch ihre Kindheit verlebten.

In den Landkreis Oldenburg kam die Familie Brammer 1961. Die Eltern kauften in Munderloh ein Wochendgrundstück und die Gemeinde Hatten wurde schnell ihre Heimat.

Den Ernst des Lebens erfuhren die Zwillinge erstmals im Sommer 1960, ihr Vater Artur Brammer wurde an einem Sonntagmorgen mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert, es sollten im Laufe der Jahre noch zwei weitere Infarkte folgen.
Die Eltern vollzogen einen Rollentausch.

Der Vater ging in Rente und wurde Hausmann, dafür ging Mutter Elisabeth Brammer arbeiten.

Im Elternhaus Brammer war Politik zunächst kein Thema.

Axel Brammer kam dennoch schon als Sechsjähriger mit Politik in Berührung.

Der 13. August 1961 ist ihm gut in Erinnerung. Die Kinder spielten im Garten, im Radio wurde über Stunden über den Berliner Mauerbau berichtet.

Bei der Mutter flossen Tränen, fast ihre gesamte Verwandtschaft lebte in der DDR. Der Mauerbau bedeutete Trennung auf ungewisse Zeit.

Schule

Im Frühjahr 1961 wurden die Zwillinge eingeschult. Zur Zeit der Einschulung war das faschistische Dritte Reich mal gerade solange her wie heute die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Da der Lehrkörper aus wenig jungen Kolleginnen und Kollegen bestand, gab es noch viele ewig Gestrige, die leider auch noch nicht die Vorteile der damals noch jungen Demokratie erkannten. Die Spannungen innerhalb des Lehrkörpers wurden gegenüber den Schülern verschwiegen. Aber sie waren spürbar. Zu spüren bekamen die Schülerinnen und Schüler auch die pädagogischen Methoden aus grauer Vorzeit in seinen Endzügen. Es gab Lehrer, die noch den Stock im Schrank hatten, sehr viel häufiger erlebten die Kinder cholerische Anfälle von Pädagogen. Mitschüler, die sich unter einem Hagel von Ohrfeigen und Nackenschlägen duckten. Aus dieser Zeit stammt Axel Brammers Abneigung gegen Gewalt, Ungerechtigkeit und Willkür.

Politische Bildung spielte in dieser Zeit eine untergeordnete Rolle. In Geschichte landete die Klasse im vorletzten Jahr im Dreikaiserjahr 1888. Glücklicherweise bekam die Klasse im letzten Jahr einen jüngeren Pädagogen, der dafür gesorgt hat, dass die politische Bildung nicht ihren Abschluss in der Weimarer Republik fand, sondern dass die Schrecken des Dritten Reiches ebenfalls noch beleuchtet wurden.

Beruf

Gautschbrief

Axel Brammer begann am 1. April 1971 eine Lehre als Buchdrucker bei der Firma Fink-Druck in Delmenhorst.

Nach diesem Jahrgang wurden keine Buchdrucker mehr ausgebildet. Der Beruf musste moderneren Techniken weichen.

Er arbeitet heute noch bei derselben Firma als Drucker. Seine Tätigkeiten:
Buchdruck und Offsetdruckarbeiten, Reproarbeiten und Digitaldruck. Zuständig ist er außerdem für die Arbeitssicherheit.

Seit 1983 ist er Mitglied des Betriebsrates, davon lange Zeit als Vorsitzender.

Es ist dem Betriebsrat gemeinsam mit der Geschäftsführung gelungen, dass in der Firma weiterhin alle tariflichen Leistungen, teilweise darüber hinaus erfüllt werden.

Dumpinglöhne und „Geiz ist Geil“ Diskussionen finden nicht statt.



Familie

Seit dem 13. Juli 1979 ist Axel Brammer mit der Erzieherin Renate Wiesner-Brammer verheiratet.

Nach über 25-jähriger Tätigkeit vorwiegend in Kindertagesstätten ist sie seit 2006 freigestellte Vorsitzende einer kirchlichen Mitarbeitervertretung im Landkreis Oldenburg.

Kennen gelernt haben sie sich anlässlich einer Jugendfreizeit des Landkreises Oldenburg in Österreich. Sie haben von 1977 bis 1979 an den Jugendfreizeiten des Landkreises Oldenburg als Jugendbetreuer teilgenommen.

Am 25. Dezember 1983 wurde der Sohn Lennard geboren.
Er studiert zur Zeit Informatik an der Universität Oldenburg.
Lennard unterstützt den Kandidaten Axel Brammer in der Wahlkampfleitung.

Am 11. Oktober 1988 wurde die Tochter Annika geboren.

Die Familie stand in den folgenden Jahren immer an erster Stelle des gemeinsamen Interesses. Das waren schöne Jahre im Kreise dieser Familie trotz vieler Termine durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten und Interessen der einzelnen Familienmitglieder. Dann erkrankte Annika im Oktober 2005 an Krebs. Nach 14-monatiger Behandlung, Chemotherapie, Operationen und wieder Chemotherapie wurde sie gleich nach Weihnachten 2006 durch das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom gelähmt. Die Unterbringung in einer Privatklinik für Komplementärmedizin mit einer völlig anderen Therapieform war Erfolg versprechend.

Am Tag der Nominierung von Axel Brammer zum Landtagskandidaten, am 16. März 2007, war die Familie noch voller Hoffnung.

Letztendlich war Annika aber durch die Chemotherapien zu sehr geschädigt und starb eine Woche später am 23. März 2007.

 

 
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