20.05.2016: „Tag des offenen Hofes“ - Wiemerslande – ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb

Zum Auftakt des „Offenen Tages des Hofes“ besuchte ich am Freitag, den 20. Mai 2016, den bäuerlichen Betrieb der Familie Meyer in Wiemerslande bei Sandkrug. Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Renate Geuter, der Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag und einer Delegation meines SPD-Ortsvereins aus Hatten durften wir den leidenschaftlich geführten Hof besichtigen.

Familie Meyer unterhält einen Milchviehbetrieb, eine Biogasanlage und demnächst kommt noch eine Schweinemast als drittes Standbein hinzu. Darüber hinaus engagiert sich die ganze Familie für ihren Berufsstand. Maren Meyer ist im Kreis Oldenburg und sogar in ganz Weser-Ems bei den Landfrauen engagiert unterwegs, Diedrich Meyer ist aktiv im Kreislandvolkverband und Sohn Hinrich beim Junglandvolk.

Besonders die Technik der Biogasanlagen hat in den vergangenen Jahren viele Fortschritte gemacht, was wir musterexemplarisch erfahren durften. Hinrich, der Energiewirt des Familienbetriebes, präsentierte uns die Photovoltaikanlage, die Strom erzeugt, und die moderne Biogasanlage, die Gas erzeugt. Die anfallende Wärme, die bei der Biogasproduktion entsteht, wird im Wohnhaus und in den Stallungen gebraucht und versorgt außerdem noch die Trocknungsanlage für die Gärreste. Bei dem Trocknungsvorgang entsteht hervorragendes Düngestreugut, das so in den Boden eingebracht werden kann. Jedermann kann das Düngestreugut für drei Euro pro m3 bei Familie Meyer kaufen, da werde auch ich bei Gelegenheit für meine Gartenzucht zuschlagen.

Dass der heutige Erlös aus der Milchproduktion allein einen landwirtschaftlichen Betrieb nicht mehr tragen kann, musste leider Diedrich Meyer klar machen. Das ist eine traurige Entwicklung, der wir unbedingt politisch entgegenwirken müssen. Zusammen mit Renate Geuter und Susanne Mittag versuche ich mich deshalb dafür stark zu machen, die Belastungen für Milchbauern zu reduzieren und darauf hinzuarbeiten, dass der Milchpreis zu Gunsten der kleinen und mittelständischen Landwirte erhöht wird. Die Molkereien und insbesondere der Handel dürfen hohe Gewinne nicht zu Lasten der Erzeuger einstreichen, das ist keine sozialmarktwirtschaftliche Politik.